Evolution

Im ersten Kapitel [Erinnerungen] habe ich erklärt, dass ich mich als eine bestimmte Person zurück erinnere. Durch diese Aussagen entsteht natürlich der Eindruck, dass ich irgendwie an Wiedergeburt glaube und eben einige markante Persönlichkeiten “durchgemacht hätte“. Diesen Eindruck will ich aber hier wieder wegnehmen und füge hier noch weitere Erklärungen an.

 

Meine Beobachtungen an allen Lebewesen auf dieser Erde bringen mich nämlich zum Schluss, dass bei einer Zeugung immer sämtliche Daten wie Erinnerungen, Instinkte und Fähigkeiten an die nächste Generation weitergegeben werden. Alle Erinnerungen werden an alle Nachfolgen weitergegeben, somit müssten eigentlich bei allen Menschen aus dem gleichen Stamm auch gemeinsame Erinnerungen gespeichert haben. Dies bedeutet aber auch, dass nur die Daten, die bis zum Zeitpunkt der Zeugung vorhanden sind, überhaupt weiter vererbt werden können. Somit können also Frauen ihr Erbgut nur so lange weitergeben, wie sie überhaupt eine Schwangerschaft austragen können. Das weibliche Erbgut ist also immer dasjenige einer Frau, die nie älter als um die fünfzig Jahre ist! Im Gegensatz zu den Männern, die ihr Erbgut bis ins hohe Alter an eine weitere Generation weitergeben können. Dies würde auch erklären, warum in der Bibel immer das männliche Geschlecht als Stammhalter betrachtet wird, denn nur Männer können so die Erfahrungen des Alters über fünfzig weitervererben. Erst wenn das Klonen von Menschen möglich sein wird, dann könnte dies auch bei einer Frau möglich sein. Das Klonen an und für sich sehe ich nicht als verwerflich an, denn meiner Ansicht nach ist die Seele aller Menschheit sowieso immer nur eine Person. Wir sind also alle Eins! Würden wir uns aber durch Klonen weiter vermehren, so würde es nie Variationen geben und die Welt wäre sehr eintönig! Vielmehr glaube ich, dass ein Schöpfer es gewollt so eingerichtet hat, dass wir uns durch Evolution und Mischung zu einem unglaublich vielfältigen und interessanten Geschöpf verwandeln.

 

Als aber zur Zeit der „Unsterblichen“ diese Vielfalt der Menschheit in eine falsche Richtung zu treiben drohte, musste etwas geschehen, um diese Fehlentwicklung in eine andere Richtung zu lenken. Der Schöpfer veränderte nun die Erde so, dass erstens diese Unsterblichen nicht mehr darauf leben konnten und wählte zweitens diejenigen Menschen aus, die noch nicht mit diesem Erbgut der Unsterblichen vermischt waren. Dies müsste also jener Noah gewesen sein, der mit bestimmten Tieren und weiteren Menschen überleben durfte. Diese Menschen bilden also mit ihren Genen die heutige Grundlage der Menschheit. Irgendwie verstehe ich mit dieser Sintflut gleichzeitig auch das Ende des Paradieses. Die Erzählungen von Adam und Eva bis zu Vertreibung aus dem Paradies sind doch so ähnlich wie die ganze Geschichte des ersten Testamentes. Man muss sich nur die verwirrenden wissenschaftlichen Angaben zu den Zeiten wegdenken und schon passt alles schon viel besser zueinander!

 

Daniel Jeanneret.Gris